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"Tiere sind die besseren Therapeuten"

 
Es begann im Jahre 2000, Janis und Angelface besuchten den Therapiehundekurs beim Verein Tiere als Therapie, der seinen Sitz auf der Veterinärmedizinischen Universität in Wien 21, hat.
Geriatrie: Nach erfolgreichem Ablegen der schriftlichen Prüfung für mich und der praktischen Prüfung der Hunde, durften wir in der Folge mit bereits arbeiteten Teams in verschiedene Institutionen mitgehen, um dort den praktischen Ablauf einer Therapiestunde zu erleben. Vom Sommer 2000 bis Frühling 2006 war ich dann regelmäßig mit Janis und Angie im Pensionistenwohnheim am Brigittaplatz (20.Bez) wöchentlich auf der Betreuungsstation tätig.
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Viele wissenschaftliche Studien belegen, dass Tiere die Lebensqualität des Menschen verbessern, besonders in Altenheimen ist schon die Anwesenheit eines Hundes eine Therapie: bei Schlaganfallpatienten bewährt sich das Streicheln des weichen, warmen Fells, dadurch wird die Fein- und Grobmotorik gefördert, ebenso wie die Kommunikation zwischen den Patienten und auch dem Pflegepersonal. Die Forschung hat auch bewiesen, das ein Tier im Raum das Stresslevel sinken läßt und sich dadurch auch die Atemfrequenz verbessert. Weitere messbare Positiva sind unter anderem: Blutdrucknormalisierung, Cholesterinsenkung, Minderung von Ängsten und Depression, sowie Schmerzlinderung. Das alles konnte ich in den 6 Jahren erfahren, als Hundeführer sieht man wie die Augen zu leuchten beginnen wenn die Hunde den Raum betreten, und eine Decke auf den Tisch gelegt wird. Die Hunde liegen darauf und die Senioren sitzen in den Rollstühlen um den Tisch vergraben die Finger im weichen Fell, bürsten, streicheln oder beobachten auch nur sehr interessiert die Hunde. Der Höhepunkt des Hundebesuchs ist dann immer das Füttern mit Leckerli und am Ende die Frage, wann die Hunde wiederkommen.
Schule: Im Herbst 2004 konnte ich dann beim „Projekt Besuchshunde“ in der VS Braunhubergasse 11.Bez. mitmachen. Am Institut für Psychologie der Uni Wien wird seit Jahren über Fragen der Mensch-Tier-Beziehungen gearbeitet. Ein interessantes Ergebnis der bisherigen Untersuchungen war der Nachweis, dass sich Kontakte mit einem Tier, insbesondere im Bereich des sozialen Lernens, überaus positiv auswirken. Die Aufgabe der Klassenlehrerin, der Hundeführerin und des Therapiehundes war es, bestimmte Aufgaben mit den Schülern durchzumachen, und nach jeder Unterrichtsstunde zu dokumentieren. Die Klassenlehrerin bat mich nach Abschluss des Projekts weiter in die Klasse zu kommen, da die regelmäßigen Hundebesuche sich so positiv auf die Schüler auswirkten. In dieser Klasse haben ¾ der Kinder einen Migrationshintergrund. Zu Hause gibt es keine Tiere und manche hatten teilweise Angst vor Hunden als das Projekt begann.
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Experten berichteten unlängst bei einem Symposium des National Institut of Health in Washington: Kinder die mit Hunden aufwachsen, profitieren hinsichtlich ihrer geistigen, sozialen und körperlichen Entwicklung. Eine Studie kommt zu dem Schluss: Kinder, die mit Tieren aufwachsen, lernen Körpersprache besser deuten, sind bei nonverbaler Kommunikation gegenüber „tierlosen“ Altersgenossen eindeutig im Vorteil.
In der Volksschule Braunhubergasse bin ich bereits das 8. Jahr, d.h. ich habe mit den Hunden schon 2x eine Klasse von der 1.bis zur 4. Klasse begleitet. Das Wichtigste ist zuerst den Kindern den richtigen Umgang mit Hunden zu vermitteln, d.h. nicht jeder Hund auf der Straße ist ein Therapiehund und lässt sich viel gefallen, nicht davonlaufen mit erhobenen Händen und Geschrei, wenn ein Hund kommt, zuerst den Besitzer fragen, ob man streicheln darf, dann den Hund erst an den Händen riechen lassen, usw ….. Die Arbeit in der Klasse gestaltet sich sehr unterschiedlich: wenn offenes Lernen ist, können sich die Hunde - inzwischen sind es Enigma(Ini) und Unique Lady (Faye) - frei bewegen, die Schüler können sich die Aufgaben selbst einteilen, zwischendurch die Tiere streicheln, und bürsten, müssen aber am Ende des Vormittags mit allen gestellten Aufgaben fertig sein. Hunde wirken positiv auf: Leistungsmotivation, Problemlösung, Einfühlungsvermögen, Selbstverantwortung, Lernbereitschaft, Offenheit, Konzentration und Sozialkompetenz.
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Im Englischunterricht werden alle Teile des Hundes benannt, diverse Rassen und „Hundeberufe“ besprochen. ImTurnsaal machen wir viele lustige Übungen bei denen die Kinder auch lernen wie die Hunde zu führen sind. In den warmen Monaten gehen wir auch in den Schulgarten, wo Schüler und Hunde ihren Bewegungsdrang ausleben können. Wurf- u. Bringübungen sind bei allen sehr beliebt. Wir durften auch die Klasse zur Besichtigung ins Parlament begleiten und auf einen Ganztagsausflug in den Wienerwald.
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Behindertenbreitensport: Zwischendurch haben meine Hunde auch jahrelang mit jungen Leuten „mit besonderen Bedürfnissen“ von Jugend am Werk Behindertenbreitensport trainiert und auch einige Turniere bestritten.
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Immer wieder sind wir eingeladen in einer Hundeschule eine Schulklasse zu empfangen, wo wir über den richtigen Umgang mit fremden Hunden sprechen, diverse Hundesportarten vorzeigen und meine Therapiehunde zum Steicheln, Bürsten und Füttern zur Verfügung stehen.
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Seit Herbst 2011 bin ich mit Ini und Faye einmal in der Woche im Sonderpädagogischen Zentrum für schwerstbehinderte Kinder der Stadt Wien in der Großfeldsiedlung im Einsatz.
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Brigitte mit:
Borderline Country Janis                           geb. 1996     Therapieeinsatz von 2000 bis 2011
Angelface of Pinewood Country (Angie)      geb. 1998     Therapieeinsatz von 2000 bis 2010
Enigma of Pinewood Country (Ini)             geb. 2002     Therapieeinsatz von 2003 bis 2015
Unique Lady of Pinewood Country (Faye)   geb. 2009     Therapieeinsatz ab 2010
Weitere geprüfte Therapiehunde:
Butterfly of Pinewood Country (Fly)
Donovan of Pinewood Country (Swift)
Xtrem of Pinewood Country (Fin)
Amazing Abbey of Pinewood Country
Emancipated Emma of Pinewood Country
Elegance Erroll of Pinewood Country